Meldungen aus dem Landesverband Thüringen

Mitglieder des Landesverbandes Thüringen reisten am 9. Oktober 2021 nach Dresden

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden

Der Landesverband Thüringen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hatte Geburtstag. Am 8. Mai 1991 gründete er sich erneut, nachdem die Arbeit des Volksbundes in der DDR nicht möglich gewesen war. Zu den ersten und über Jahre andauernden Aufgaben gehörte es fortan, Kriegsgräberstätten im Freistaat Thüringen zu lokalisieren und, wenn notwendig, nach dem Gräbergesetz zu restaurieren. Unterstützt wurde der Landesverband Thüringen dabei durch die jeweiligen kommunalen, oder kirchlichen Friedhofsträger, das Landesverwaltungsamt mit Sitz in Weimar und vielen, sehr vielen Mitgliedern, Förderern und Spendern des Volksbundes. Nun, 30 Jahre nach der Neugründung des Verbandes, war es an der Zeit, mit interessierten Unterstützern des Volksbundes Thüringen eine Tagesreise zu unternehmen, Dank für ihre Unterstützung auszudrücken und sich auszutauschen. Gemeinsam mit unserem Landesvorsitzenden, Herrn Dr. Michael Krapp, fuhr die 25 Personen umfassende Gruppe nach Dresden. 
Erstes ausgemachtes Ziel war dabei das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden (MHM) mit speziellem Blick auf die aktuelle Sonderausstellung „Mythos Fallschirmjäger“. Der Landesverband Thüringen betreut den deutschen Soldatenfriedhof Maleme auf Kreta. Seit einigen Jahren führte dieser dort Seminare mit Lehrkräften aus unterschiedlichen Bundesländern durch, sowie ein internationales Jugendprojekt im Jahr 2015. Die Führung vor Ort lud die Teilnehmenden zur intensiven Auseinandersetzung mit der „Operation Merkur“, der Eroberung der Insel Kreta durch deutsche Truppen, vornehmlich aus der Luft, ein. Wir betrachteten folglich die militärhistorische, als auch historisch-politische Perspektive. Die unterschiedlichen Entwicklungslinien, während des 2. Weltkrieges, zur Zeit des Kalten Krieges, sowie heute, wurden den Gästen näher gebracht und durch die Expertise des Landesgeschäftsführers des Volksbundes in Sachsen, Herrn Dr. Dirk Reitz, noch detaillierter dargestellt. 
Das Gesehene konnte anschließend beim gemeinsamen Mittagessen ausgewertet und besprochen werden, bevor die Teilnehmenden noch einmal Zeit zur Verfügung hatten, das Museum, eher einen kleinen Teil davon, auf eigene Faust zu entdecken. 
Anschließend fuhren wir mit Herr Reitz sowie dem Bundeswehrbeauftragten für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Herrn Olaf Gawron, weiter zum Dresdner Nordfriedhof. Herr Reitz informierte über die Kriegstoten, Soldaten, wie Zivilisten, die dort Ihre letzte Ruhe fanden. Besonderheit hier ist, dass mit Gedenksteinen an die Generale Olbricht und Oster, die nach dem Attentatsversuch auf Hitler vom 20. Juli 1944 verhaftet und später hingerichtet wurden, gedacht wird. 
Der letzte inhaltliche Punkt auf der Tagesordnung galt dem Besuch des sowjetischen Garnisonsfriedhofes in Dresden. Die Wahrnehmung der Vielzahl an Grabsteinen hier und auf dem Nordfriedhof machte noch einmal deutlich, welch schreckliche Folgen Krieg und Gewaltherrschaft hat.    
 

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