Meldungen aus dem Landesverband

Erfurt - das etwas andere Camp!

Dieses Jahr also ein Camp ohne internationalen Austausch und mit nur zehn Personen? Wie wird das wohl aussehen? Sollten wir uns wirklich anmelden? Diese Fragen haben sich viele von uns gestellt. Aber ich bin mir sicher, dass wirklich jeder Teilnehmer froh ist, dabei gewesen zu sein. 
Eine Woche lang haben wir viel über das geteilte Deutschland und besonders die DDR gelernt. Dabei haben wir das grüne Band besichtigt, das statt der Stacheldrahtzäune heute quer durch Deutschland verläuft. Im Anschluss sind wir gemeinsam Kanu gefahren. Außerdem waren wir im Gedenkort Point Alpha und haben auch mit einem Zeitzeugen gesprochen. 
Wir als Gruppe waren uns auch einig, dass wir die Gedenkstätte Buchenwald besichtigen müssen. Es ist wichtig darüber Bescheid zu wissen und nicht die Augen zu verschließen. 
In der Altstadt von Erfurt haben wir uns zum Beispiel die Krämerbrücke angeschaut, auf der man die kuriosesten Eissorten probieren kann. Wir waren öfter im Zentrum von Erfurt, haben dort gegessen oder hatten Freizeit. Die Stadt ist sehr schön.
Wir haben Kriegsgräber besucht und uns auch die Problematik von Ehrentafeln angeschaut. Wie sollte man mit der Vergangenheit umgehen? Das war eine zentrale Frage.
Aber das ist bei weitem nicht alles. Es hört sich vielleicht erstmal ein bisschen trocken an. Aber spätestens, wenn ich von unserem Freibadbesuch erzähle (kleiner Witz am Rande), tut es das nicht mehr. 
Fest auf der Liste stand auch noch der Filmworkshop, in dem wir viel über Schnitttechniken gelernt haben. Es sind auch wirklich sehr kreative Ergebnisse dabei herausgekommen. 
Vor allem zum Ende des Camps hat man immer mehr gemerkt, wie sehr wir als Gruppe zusammengewachsen sind. Das kann man nicht wirklich beschreiben. Einfach so ein Gefühl, dass alle an einem Strang ziehen. Als wir zusammen in Rekordzeit einkaufen waren und dann ganz spontan gegrillt haben, den Stockbrotteig fast noch im Bus gerührt haben, das war wirklich etwas Besonderes. Zum Schluss hat jeder noch einen Brief mit Grüßen von jedem bekommen. Eine prima Idee! Ein positiver Nebeneffekt der geringen Teilnehmeranzahl war, dass wir sehr flexibel waren und vor allem, dass wir als komplette Gruppe richtig zusammengewachsen sind. Ohne das Camp hätte ich die ganzen tollen Menschen, zu denen ich auch weiter noch Kontakt habe, gar nicht kennengelernt!

Karina Nefedov
 

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