Im Beisein von etwa 20 Gästen wurde am Samstag, 11. April 2026, im Rahmen einer Gedenkveranstaltung die neugestaltete Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof in Bürgel feierlich eingeweiht.
Im Beisein von etwa 20 Gästen wurde am Samstag, 11. April 2026, im Rahmen einer Gedenkveranstaltung die neugestaltete Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof in Bürgel feierlich eingeweiht.
Bürgermeister Sebastian Förster begrüßte die Gäste und Projektbeteiligten und erklärte, warum die Umbettungen und Umgestaltung nötig waren und welche Kosten entstanden. Da es hier bereits eine gelistete Kriegsgräberstätte gab, die Platzverhältnisse eine Erweiterung gut ermöglichten und der Standort in der Stadt als sehr gut geeignet betrachtet wurde, habe man sich für diese Stelle entschieden. „Die Umbettung wurde initiiert, da die Grabstätte in Thalbürgel auf dem ehemaligen städtischen Friedhof in ihrer Gestaltung einem würdigen Gedenken nicht mehr gerecht wurde“, erklärt Förster. Das TLVwA als Aufsichtsbehörde hat eine Zentralisierung und Zusammenlegung der Grabstätten Thalbürgel, Taupadel und Rodigast angeregt und vorangetrieben. Bürgermeister Förster ordnete das historische Geschehen in die heutige Zeit ein und mahnte, das Geschehene nicht zu verdrängen oder zu vergessen.
In Bürgel sind im Jahr 2025 bestehende Kriegsgräber aus den Ortsteilen Rodigast, Taupadel und Thalbürgel an den zentralen Ort – auf den Friedhof Bürgel – umgebettet und neugestaltet worden. „Unser besonderer Dank gilt dabei allen Beteiligten, insbesondere der Kirchgemeinde, dem Thüringer Landesverwaltungsamt (TLVwA) sowie dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die dieses Vorhaben mit großem Engagement unterstützt und ermöglicht haben“, sagte Bürgermeister Förster.
„Die Umbettung ist mehr als eine organisatorische Maßnahme – sie ist ein Zeichen des Respekts und der Verantwortung. Sie macht deutlich, dass wir die Opfer nicht vergessen und dass wir bereit sind, uns aktiv mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen“. Die Umbettung erfolgte durch Joachim Kozlowski und Sascha Uschkoreit vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Zudem unterstützte ein Bundeswehr-Soldat sowie Mitarbeiter des Bauhofs beim Gerätetransport. Die Aus- und Einbettung fand zwischen dem 30. Juni und dem 3. Juli 2025 statt.
Henrik Hug vom Volksbund ging näher auf die Umbettung und die dabei gewonnenen neuen Erkenntnisse ein. Er verlas die Namen der Opfer und sprach zum Ende der Veranstaltung das Totengedenken.
Pfarrer Eckhart Friedrich, GKR-Vorsitzender des Ev.-luth. KGV Bürgel, berichtete über die Geschehnisse zum Kriegsende, hielt eine Andacht und sprach ein Gebet für die Opfer.
Bei diesem Projekt entstanden Kosten in Höhe von rund 26.000 Euro. Getragen wurden diese durch das TLVwA.
Text: Julia Grünler / Henrik Hug ; Fotos: Kathrin Kohla und Henrik Hug